soom

DIE JAGD

Foto: MichelleEttlin

 

Täglich sind wir einer Flut von Schreckens- und Skandalbildern der Medien ausgesetzt. Wir sehen Bilder über Krieg, Folter, Vergewaltigung und Mord, scrollen weiter nach unten und landen bei Kochrezepten oder Tierbabyfotos. Hat der mediale Overkill uns in eine Art chronische Überforderung katapultiert, dem man nur noch mit emotionaler Abstumpfung begegnen kann, um standhalten zu können?«soom» ist koreanisch und bedeutet «atmen». Das deckt sich mit der Arbeitsweise des Performancekollektivs, das sich den leisen Zwischentönen verschrieben hat. Kern des Kollektivs bilden Deborah Gassmann und Hyun Jin Kim. Seit 2012 kreieren sie in Luzern multimediale Produktionen. DIE JAGD ist die dritte Produktion des Zentralschweizer Performancekollektivs.

Every day, we are exposed to a flood of terrifying and disturbing images by the media. Online, we see images of war, torture and murder, scroll further down, only to see cooking recipes or pictures of baby animals. Has the media overload catapulted us into a chronic mental overextension, that can only be met with emotional deadening, to stand it? 'Soom' is the Korean word for 'breathing', which is also symbolic for the quiet nature of the work of this performance collective. Deborah Gassmann and Hyun Jin Kim are the driving force behind the collective. Since 2012, they have created multimedia productions in Luzern. DIE JAGD (the hunt) is their third production.

Hyun Jin Kim studierte am Seoul Institut of the Arts und an der Folkwang Hochschule in Essen. Sie arbeitete u.a. mit den ChoreographInnen Henrietta Horn, Chikako Kaido und Ben J. Riepe und war Mitglied des Folkwang Tanzstudios. Seit 2012 arbeitet sie mit Deborah Gassmann als freischaffende Tänzerin und Choreographin in Luzern.

 

Deborah Gassmann lebt und arbeitet in Luzern. Nachdem sie sich 2003/2004 zunächst dem Studium der Philosophie- und Theaterwissenschaften an der Universität Bern widmete, wechselte sie 2004 in die Ausbildung zur Bühnentänzerin an die Folkwang Hochschule der Künste in Essen. Mit Irina Loretz, Lior Shneior, Stefan Brinkmann, Rodolpho Leoni, Angie Hiesl und Ben J. Riepe arbeitete sie im Anschluss zusammen und seit 2012 mit Hyun Jin Kim als freischaffende Tänzerin und Choreographin in Luzern.

 

Konzept: Philipe Burrell, Deborah Gassmann

Choreographie & Kreation: Deborah Gassmann, Hyun-Jin Kim

Performer: Deborah Gassmann, Hyun-Jin Kim

Musik: Philipe Burrell

Videoanimation: Michelle Ettlin

 

Gefördert von: Fuka-Fonds Luzern, Rkk Luzern, Migros Kulturprozent, Gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Luzern, Swisslos Kulturfonds Luzern, Werkbeitrag Luzern